Über das Leben und die Liebe

 

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Die Gesetze des Montages

Vielleicht geht es ja nicht nur mir so?

  • Man hat niemals so scheinbar unüberwindbar grosse Schwierigkeiten aufzustehen wie am Montagmorgen. Es lastet wie ein Fluch, und sogar die halbwegs normale Weckzeit kommt mir vor wie mitten in der Nacht. Gähn. Was für ein toller Anfang für diesen wundervollen Tag. 
  • Wenn etwas wirklich schief gehen muss, dann bestimmt am Montag. Soll einen ja für den Rest der Woche motivieren, ne. Jeder Montag ist doch irgendwie Freitag der 13. Ich bin Woche für Woche auf der Hut.
  • Wenn man an der Ausstrahlung mancher Menschen die Temperatur messen würde, wäre sogar an den Montagen im August das ganze Büro tiefgefroren. (Wäre das in diesem Fall jetzt gut oder schlecht? Egal, ihr wisst was ich meine.)

  • An keinem Tag der Woche wird man so schnell müde wie am Montag. Wunderbar, wie ein Mensch sich auch nach zwei Jahren noch nicht an die neue Handynummer gewöhnen kann. Doch wir brauchen nur zwei Tage, die uns sowieso viel zu kurz vorkommen, um das Ausschlafen und Faulenzen in unseren Biorhythmus einzubauen. Was hat sich Mutter Natur eigentlich dabei wieder gedacht?

  • Die Neuigkeiten vom Wochenende. Man will es eigentlich meistens gar nicht hören, weil man die Informationen in der Regel weder braucht noch angenehm findet. Aber irgendwie muss man doch auch auf dem Laufenden sein, oder etwa nicht? Wer mit wem, wieso und warum… Irgendwie masochistisch. Ich glaube, die ganzen Nerven, die bei mir wegen solchen Erzählungen draufgehen, fehlen mir im Verlaufe der Woche bei viel wichtigeren Dingen (und von denen gibt es ja wohl genug). Und ich will gar nicht erst erwähnen wie es ist, wenn man selbst für die Stories gesorgt hat. Aber man kann schliesslich nicht immer gewinnen.
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    Wenn ich allerdings das Montagsloch überstanden habe und sämtlichen möglichen Fallen, die mir dieser Tag gestellt hat, erfolgreich ausgewichen bin, kann ich mich getrost auf den Dienstag freuen. Denn nach Dienstag kommt Mittwoch, und dann kommt der Donnerstag und die Woche ist schon fast wieder vorbei…

        Danken wir Gott für den freien Sonntag und den Gewerkschaftlern für den freien Samstag. Oder wem auch immer.

        Amen.

                     

30.10.06 19:37


Am I too sexy for you?

Man sieht es überall. Den Schriftzug eines Unternehmens, das glaubt, in Sachen Fashion die Nase ganz vorne zu haben (na gut, wer in dieser Branche glaubt das nicht?).

Totally Sexy. Auf Taschen, auf Tops, auf Jeans. Anscheinend muss heutzutage jeder verkünden, dass er sich selber sexy findet. Und dass das alle anderen gefälligst auch finden sollen. Natürlich, man könnte jetzt sagen, das fördert das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl von jungen Frauen. Da muss man sagen: Ähm, leider nein. Selbst wenn man mit einer Top-Figur in einem Laden dieser Kette ein Oberteil kaufen will, und dabei eine grössere Oberweite als Körbchengrösse A hat, bleibt einem nichts anderes übrig, als zur Grösse L zu greifen. Stärkt so was das Selbstwertgefühl von jungen Frauen? Klamotten zu verkaufen, die völlig fern jeglicher femininer Körper-Realität sind? Wohl kaum.

Zurück zu totally sexy. Jede Frau kann also heutzutage zeigen, dass sie sich selber totally sexy findet. Schön. Nur was, wenn der Rest der Menschheit (oder zumindest grosse Teile davon) nicht dieser Meinung ist? Provoziert dieses Zuschaustellen des eigenen Empfindens nicht Gegenreaktionen? Kann dieser Schuss nicht gewaltig nach hinten losgehen? Doch. Kann er.

Was ist eigentlich aus der guten alten Bescheidenheit geworden? Kann man ein gutes Gefühl des eigenen Selbst nicht irgendwie dezenter zeigen? Mit einem aufrechten Gang, indem man mit dem Gegenüber Augenkontakt hält oder ganz einfach nur, wenn man dem eigenen Spiegelbild mal keck zublinzelt oder es mal eben kurz anlächelt?

Ich bin mir sicher, dass alle diese kleinen Dinge viel effizienter sind als ein Shirt mit der Aufschrift totally sexy. Ich bin mir allerdings genauso sicher, dass sie ein wenig mehr Mut erfordern als den Kauf eines solchen Kleiderstückes. Und da sind wir auch wieder beim Thema Kompensieren der eigenen Unsicherheit: Wenn der Gegenüber nicht an meiner Körperhaltung, an meiner Ausstrahlung und an meinem Aussehen merkt, dass ich totally sexy bin, muss ich mich anschreiben. Juhui.

Mädels, besinnt euch wieder ein bisschen mehr auf eure eigenen Werte, anstatt auf diejenigen eines Unternehmens, das mit eurer Unsicherheit schlichtweg den grösstmöglichen Gewinn herausholen will.

29.10.06 15:09





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